Der Mythos Polarlicht

Bei großen Sonneneruptionen werden riesige Mengen an Teilchen von der Sonne in das Weltall geschleudert. Die Eruption, die sich dieses Jahr (2024) vollzieht, ist die stärkste seit mindestens einem Jahrzehnt – und sie ist sogar hier in Bayern sichtbar, die Aurora Borealis. Kein Wunder, dass uns Menschen nicht nur das Farbschauspiel, sondern auch der Mythos Polarlicht seit Urzeiten fasziniert. Wir sehen fantastische Rottöne; der Himmel scheint in Flammen zu liegen.

Was wir als wunderschönes Schauspiel betrachten, galt früher als Zeichen. Angst vor dem Schauspiel hatten eher südlich lebende Seefahrer und andere christlich (!) orientierte Menschen ab dem Mittelalter. In der nordischen Mythologie sieht es anders aus …

Mythos Polarlichter:

  • Symbole im Zusammenhang mit dem Nordlicht finden sich auf schamanistischen Trommeln der Samen wieder.
  • In der samischen Sprache gibt es mehrere Namen für das Naturschauspiel. Einer davon ist Guovssahas – „das Licht, das man hören kann“.
  • Ein Teil der Nordleute der Wikingerzeit glaubten, das Nordlicht sei die Rüstung der Walküren-Kriegerinnen, die ein seltsames, flackerndes Licht ausstrahlten.
  • Andere wiederum fürchteten sie als schlechte Vorzeichen.
  • Einige nennen das Nordlicht heute noch respektvoll „die grüne Dame“.

Ich finde, Polarlichter sind mehr als faszinierende Farbexplosionen. Ganz bestimmt beeinflussen uns diese Eruptionen, die uns der Sonnenwind in unsere Atmosphäre malt. Die vielen kleinen, geladenen Teilchen bringen Atome bei uns zum Leuchten; es wäre eher seltsam, wenn uns das nicht irgendwie beeinflussen oder zumindest berühren würde.

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